USAR

Diese Teams setzen unter anderem Rettungshunde ein, um in Trümmern zu suchen. Zudem verfügen sie auch über spezielle Ausrüstung, um Personen unter Trümmern zu lokalisieren und zu bergen, beispielsweise Teleskopkameras, die zwischen die Trümmer geschoben werden können, und Geräte zur Ortung von Geräuschen unter den Trümmern.

USAR-Teams werden aus hierfür ausgebildeten Mitgliedern des Zivilschutzes und der Feuerwehr zusammengesetzt. Sie müssen das INSARAG External Classification-procedure (IEC) der Vereinten Nationen durchlaufen, um international zugelassen zu werden. Wenn ein USAR-Team im Ausland benötigt wird, entsendet Belgien es in Form eines B-FAST-Teams (Belgian First Aid and Support). Diese belgische Hilfe im Ausland wird fast immer auf europäischer und/oder UN-Ebene koordiniert.

USAR-Teams werden aus spezialisierten Mitgliedern des Zivilschutzes und der Feuerwehr zusammengesetzt und mit spezifisch ausgebildetem medizinischem Personal ergänzt. Diese Personen sind darauf trainiert, unter schwierigen Umständen (tropische Hitze, Chaos, ...) vollständig autonom und während zehn Tagen rund um die Uhr, in 12-Stunden-Schichten, Menschenleben zu retten. Das belgische B-FAST-USAR-Team erfüllt die Normen und Standarts der Vereinten Nationen und hat nach einem gründlichen Audit 2010 das Qualitätszeichen INSARAG-certified als Medium USAR-Team erhalten.

Belgien hat 2010 beispielsweise nach dem schweren Erdbeben auf Haiti ein USAR-Team in die haitianische Hauptstadt Port-au-Prince entsandt. Es war Teil des belgischen B-FAST-Teams. Eine Woche lang hat es in den Trümmern nach Überlebenden gesucht. Schließlich ist es ihm gelungen, drei Menschen lebend aus den Trümmern zu bergen.

Ein USAR-Team anfordern

Wenn im Ausland ein USAR-Team benötigt wird, entsendet Belgien es in Form eines B-FAST-Teams (Belgian First Aid and Support). Diese belgische Hilfe im Ausland wird über das Emergency Response & Coordination Centre (ERCC) der Europäischen Kommission koordiniert.

Ein USAR-Team muss sehr kurzfristig mobilisierbar und einsetzbar sein, denn bei der Bergung von Verschütteten zählt jede Stunde. Deshalb verfügt die GDZS über eine effiziente Datenbank, die im Fall eines Hilfeersuchens zielgerichtete SMS-Nachrichten an die USAR-Mitglieder verschickt. Die Mitglieder werden aufgrund ihrer Ausbildung ausgewählt und müssen über alle notwendigen Impfungen und einen gültigen Dienstpass verfügen und weitere Parameter erfüllen.